Eine interessante Studie des Versicherungsvergleichsportals Geld.de kann dem Metallbauer, der sich mit dem Bereich des Einbruchschutzes beschäftigt, wichtige Argumente für das Kundengespräch liefern. Hier einige Ergebnisse.
Im Jahr 2013 ereigneten sich rund 150.000 Wohnungseinbrüche (149.500) in Deutschland. Dies bedeutet einen Kriminalitäts-Anstieg von 3,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 und eine bei der Polizei angezeigte Schadenssumme von 427 Millionen Euro. Rund 25 Prozent der Delikte ereigneten sich in den Monaten November und Dezember. Doch hinter diesen „nackten“ Zahlen stehen nicht nur materieller Verlust sondern auch Angst, Panik und Ohnmacht der Einbruchs-Opfer. In Deutschland wird jede 176. bewohnte Wohnung beziehungsweise jedes bewohnte Haus von Kriminellen aufgebrochen und ausgeräumt - zumindest in den 120 größten Städten, so die Hochrechnung. Besonders im Fokus bei den Kriminellen sind die anonymen Großstädte: Hier leben viele potentielle Opfer auf engem Raum. Über 52 Prozent (76.967) der in Deutschland zur Anzeige gebrachten Einbrüche wurden allein in den 120 größten Städten verübt.
Gemessen an der Anzahl der bewohnten Wohnungen und der bei der Polizei gemeldeten Wohnungseinbrüche, ist Bremerhaven die Einbruchshochburg in Deutschland. In der Stadt an der Wesermündung war im Jahr 2013 statistisch betrachtet jede 70. bewohnte Wohnung von einem Einbruch betroffen (absolut 862 Einbrüche). Platz zwei bei den Einbruchshochburgen belegen Bonn und Recklinghausen. In der ehemaligen Bundeshauptstadt am Rhein wurde jede 81. Wohnung von Einbrechern heimgesucht (absolut 1.747 Einbrüche). Auf die gleiche Einbruchsquote kommt auch Recklinghausen. Einbruchs-Eldorados sind auch Köln und Oberhausen.
Nach Hochrechnungen ergibt sich aus diesen „Raubzügen“ ein angezeigter Schaden von über 420 Millionen Euro. Das heißt: Jeder Einbruch verursacht durchschnittlich einen Schaden von rund 3.000 Euro. Nicht messbar sind die psychischen Schäden und die traumatischen Nachwirkungen bei den Einbruchs-Opfern.
Die Wohnungseinbruchdiebstähle haben nach Recherchen von Geld.de den höchsten Stand der vergangenen acht Jahre erreicht. Das Ausplündern von Haus oder Wohnung verbreitet sich wie ein Flächenbrand. Besonders auffallend ist die immense Ballung der Diebstahlhochburgen in Nordrhein-Westfalen. Von 30 untersuchten Städten zwischen Rhein und Ruhr finden sich 24 im Bereich Diebstahlhochburgen wieder. Die Polizei scheint machtlos. In deutschen Metropolen wie etwa Hamburg, Berlin oder Köln liegen die Aufklärungsquoten nur zwischen 7,2 und 8,4 Prozent.
Über 31 Prozent der in Deutschland verübten Wohnungseinbruchdiebstähle gehen auf das Konto von sogenannten „nichtdeutschen Tatverdächtigen“. Waren es im Jahr 2010 noch 23,1 Prozent, 2011 24,3 Prozent und 2012 28,8 Prozent sind es nun deutschlandweit 31,1 Prozent - in einigen Städten sogar 73,3 Prozent. Oft kommen die Täter – meist organisierte Kriminelle – aus Süd-Osteuropa, etwa aus Ländern wie Rumänien, Serbien, Bosnien-Herzegowina oder dem Kosovo. Aber auch polnische und türkische Tatverdächtige finden sich zusehends unter den ermittelten Kriminellen.
Im Visier der Diebesbanden
Was bei Einbrüchen zählt, ist die Zeit. Die Einbrecher versuchen möglichst schnell und geräuschlos in das Haus oder die Wohnung zu gelangen. Das heißt für die Bewohner, es den Kriminellen so schwer wie möglich zu machen. Geld.de gibt einige Tipps:
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Schützen Sie Türen und Fenster mit zusätzlichen Sicherungen. Balkontüren und Fenster sollten auch geschlossen werden, wenn man nur kurz das Haus verlässt.
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Lampen mit Zeitschaltuhren täuschen Ihre Anwesenheit vor und schrecken Einbrecher ab.
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Briefkasten während des Urlaubs von Nachbarn leeren lassen.
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Einbruchsschutz bietet soziale Kontrolle in der Nachbarschaft. Melden Sie verdächtige Personen, Fahrzeuge und Beobachtungen der Polizei.
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Wertsachen nicht offen herumliegen lassen. Wichtige Dokumente und Schmuck in einem Schließfach bei Ihrer Bank deponieren oder im Tresor aufbewahren.
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Eine Hausratversicherung ist ein Muss. Sie kommt für Schäden nach Einbrüchen auf.
Einbrecher belasten sich kaum mit großem, sperrigem, gar schwerem Diebesgut. Im Fokus stehen neben Schmuck, teuren Uhren oder Bargeldbeständen auch Smartphones, Tablet-PC, Laptops oder Festplattenrecorder, also Dinge, die sie leicht transportieren und auch schnell zu Bargeld machen können. Mittlerweile werden auch gerne Autoschlüssel beim „Bruch“ als „Abfallprodukt“ mitgenommen. Für die Opfer heißt das: Nicht nur die Wohnung ist aufgebrochen und ausgeräumt, auch der PKW vor dem Haus ist womöglich weg.
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